Commit 0011bfde authored by Arne Christian Loose's avatar Arne Christian Loose

Upload new file

parent 45c2870e
Pipeline #2473 skipped
Sehr geehrte Frau Kollegin ,
wir berichten Ihnen über o.g. Patientin, die sich vom 14.03.2005 bis zum 25.03.2005 in unserer stationären Behandlung befand.
Diagnose(n): Meningeom rechts frontal
Symptomatische Epilepsie mit fokalen Anfällen
Bekannter paroxysmaler Lagerungsschwindel
Arterieller Hypertonus
Postpunktionelle Beschwerdesymptomatik
Anamnese:
Bei Frau F. Kam es in den lwtzten 6 Wochen vor Aufnahme zu revidierenden
Drehschwindelattacken. Jeweils trat eine Verschlechterung beim Lagewechsel auf, insbesondere
beim Liegen auf der rechten Seite war die Symptomatik verstärkt. Vor 3 Jahren hatte man einen
Lagerungsschwindel diagnostiziert mit HNO-Ärztlicher Behandlung. Am Aufnahmetag war nun die Symptomatik anders. Es kam zu einem heftigen Drehschwindel mit Übelkeit, Bewegungen seien kaum möglich gewesen.
Allgemein-internistischer Aufnahmebefund:
Akut red. AZ, adipöser EZ.Unauffälliger internistischer Befund.
Neurologischer Befund:
Unauffälliger Befund, kein Nystagmus. Bei Lagerung nach rechts Zunahme der beschwerden ohne Auslösbarkeit eines Nystagmus.
Diagnostik:
Labor: K 3.56 mval/l, Bili 1.45-1.42 mg/dl, im Übrigen unauffällige Routineparameter.
Liquor: ZZ 4/3, LIZU 67, LIEIW 38, LILAC 12.5 mg/dl. Unauffälliger Liquorproteinbefund.
Schlafentzug-EEG: Im Veraluf erreichen des Schlafstadiums III-IV. In den Wachphasen
regelmäßiges Alpha ohne Herdbefund und ohne Zeichen der cerebralen Erregbarkeitsteigerung. In
Phasen der Vigilanzminderung diskrete Z. der fokalen Erregbarkeitssteigerung li. und re. frontal.
EEG:
Regelmässiges, leicht artefaktgestörtes alpha-EEG ohne Herdbefund und ohne Zeichen der
cerebralen Erregbarkeitssteigerung.
L-EEG: Befund steht noch aus.
Dopplersonographie:
Extrakraniell kein Hinweis für Stenosen.Vertebrobasilär A. vertebralis bds. unauffälig, A. Basilaris
bis 105 mm darstellbar.Transtemporal kein Hinweis für Stenosen.
MRT des Schädels nativ und nach i.v.-Gabe von 20 ml Gadoteridol vom 16.03.05:
Im KHBW bds. in den Spezialschichten keine Hinweise auf entzündliche oder tumoröse Vorgänge.
Bei sonst alterskorrelierenden Befunden sieht man re.-temporo-frontal ein großeshalbmondförmiges Meningeom der Dura anliegend. Der Befund zeigt ein kleines perifokales Ödem und übt Raumforderung gegen die dortige Hirnoberfläche aus. Bislang kein Nachweis weiterer Meningeome. Ewas li. verbreiterter Sinus sagittalis superior im occipitalen Anteil, DD:
Kaliberstarke zuführende Vene.
Einzelne vaskuläre Herdchen bei sonst alterskorrelirenden Befunden und Anhalt für ein kleines
dystrophisches Marklageareal neben dem li. Vorderhorn.
CCT nativ (dringend) vom 14.03.05:
Im maximalen axialen Durchmesser ungefähr 1,2 x 2,2 cm messende, leicht hyperdense
halbmondförmige Formation, der Kalotte re. temporo-frontal unmittelbar anliegend und
wahrscheinlich einem Meningeom zuzuordnen. Keine weiteren auffälligen Hyper-oder
Hypodensitäten. Kein Hirndruckzeichen. Keine Mittellinienverlagerung.
EKG:SR 57/min,LT,formal VW Narbe.
L-EKG:
Durchgehender SR mit physiologischer Frequenzbreite. Keine ventrikulären Arrhythmien, einzelne
SVES. Keine asystolen Pausen. Keine pathologischen Bradycardien.
HNO-Konsil: Ausschluß einer peripher vestibulären Störung. Hörschwelle bis 10dB
Epikrise:
Die Aufnahme erfolgte aufgrund o.g. Symptomatik. Nach Ausschluß einer peripheren Störung und
einer entz. ZNS-Erkrankung gehen wir ursächlich von Frontallappenanfällen bei o.g. frontalem
Meningeom aus. Elektroenzephalographisch zeigten sich bds frontal Erregbarkeitssteigerung. Es
erfolgte eine Einstellung auf Timox zur atikonvulsiven Therapie. Wir empfehlen eine ambulante
Aufdosierung um 150 mg 2-tägig bis auf 900mg Gesamtdosis. Dann bitte ambulate
Oxcarbazepinspiegel und MHD-Spiegelkontrollen. Bitte auch Kontrolle des Natriums , des BB und
der Leberwerte. Die Beschwerden waren im Verlauf rückläufig. Postpunktionelle Cephalgien waren
ebenfalls unter Schmerzmedikation und Coffeinum purum rückläufig. Bezüglich des Meningeoms
bitten wir um eine Neurochirurgische Vorstellung ambulant, da unsererseits wegen der Anfälle eine
OP-Indikation besteht. Ein Termin wurde in Oldenburg für den 05.04.05 um 15:00 vereinbart. Die
Pat. wurde über gefahrenvermeidende Maßnahmen und momentane Fahruntauglichkeit aufgeklärt.
Markdown is supported
0% or
You are about to add 0 people to the discussion. Proceed with caution.
Finish editing this message first!
Please register or to comment