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Korrekturlesen – Teil 1

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Die 8 goldenen Regeln des Interface Designs können als die wichtigsten Richtlinien angesehen werden, wenn es um das Thema Web-Usability geht. Sie dienen dazu die Mensch-Maschine-Interaktion bei der Entwicklung von interaktiven Anwendungen hervorzuheben und helfen zudem dabei eine grafische Benutzeroberfläche nutzerfreundlich zu erstellen.<!--more--> Diese Regeln wurden von [Ben Shneiderman][bshneiderman]{:target="_blank"} aufgestellt und erschienen in seinem Buch „Designing the User Interface: Strategies for Effective Human-Computer Interaction“ und sollen im Folgenden einzeln vorgestellt werden. <sup>1</sup> Die 8 goldenen Regeln des Interface Designs können als die wichtigsten Richtlinien angesehen werden, wenn es um das Thema Web-Usability geht. Sie dienen dazu die Mensch-Maschine-Interaktion bei der Entwicklung von interaktiven Anwendungen hervorzuheben und helfen zudem dabei eine grafische Benutzeroberfläche nutzerfreundlich zu erstellen.<!--more--> Diese Regeln wurden von [Ben Shneiderman][bshneiderman]{:target="_blank"} aufgestellt und erschienen in seinem Buch „Designing the User Interface: Strategies for Effective Human-Computer Interaction“ und sollen im Folgenden einzeln vorgestellt werden. <sup>1</sup>
### 1. Konsistenz anstreben ### 1. Konsistenz anstreben
Ähnliche Aktionen, Funktionen (Löschen, Weiter, Zurück), Inhalte, Design (Farbe, Layout, Schriftart) und Meldungen einer Website sollten gleich gestaltet und gleich bedienbar sein. So muss der Benutzer nicht dauernd neue Bedienkonzepte erlernen und die Bedienung einer Website ist einfacher. Ein Bespiel hierfür sind die Fensterleiste sowie die Navigationsleiste. Hier weiß der Benutzer durch seine Erfahrung, dass er in der oberen Fensterleiste die Größe des Fensters verändern oder das Fenster schließen kann. Aber die Konsistenz kann auch bewusst durchbrochen werden, um z.B. auf eine besondere Aktion aufmerksam zu machen.<sup>2, 3, 4</sup> Ähnliche Aktionen, Funktionen (Löschen, Weiter, Zurück), Inhalte, Design (Farbe, Layout, Schriftart) und Meldungen einer Website sollten gleich gestaltet und gleich bedienbar sein. So muss der Benutzer nicht dauernd neue Bedienkonzepte erlernen und die Bedienung einer Website ist einfacher. Ein Bespiel hierfür sind die Fensterleiste sowie die Navigationsleiste. Hier weiß der Benutzer durch seine Erfahrung, dass er in der oberen Fensterleiste die Größe des Fensters verändern oder das Fenster schließen kann. Aber die Konsistenz kann auch bewusst durchbrochen werden, um etwa auf eine besondere Aktion aufmerksam zu machen.<sup>2, 3, 4</sup>
### 2. Für universelle Einsetzbarkeit sorgen ### 2. Für universelle Einsetzbarkeit sorgen
Es gibt verschiedene Typen von Benutzern, dessen unterschiedliche Bedürfnisse erkannt und berücksichtigt werden sollten. Sie unterscheiden sich z.B. in Altersstufen, Wissen, Erfahrung oder Behinderungen. So besitzt die Gestaltung einer Website hohe Anforderungen, um allen Typen gerecht zu werden. Es ist deshalb wichtig, Tutorials für Anfänger anzubieten oder Experten bestimmte Shortcuts (Abkürzungen) bereitzustellen. Ein Shortcut ist z.B. „Strg+C“ für das Kopieren. Solche Abkürzungen ermöglichen es bestimmte Aktionen schneller durchzuführen, bereichern die Anwendung und verbessern die Systemqualität.<sup>1, 2</sup> Es gibt verschiedene Typen von Benutzern, dessen unterschiedliche Bedürfnisse erkannt und berücksichtigt werden sollten. Sie unterscheiden sich z.B. in Altersstufen, Wissen, Erfahrung oder Behinderungen. So besitzt die Gestaltung einer Website hohe Anforderungen, um allen Typen gerecht zu werden. Es ist deshalb wichtig, Tutorials für Anfänger anzubieten oder Experten bestimmte Shortcuts (Abkürzungen) bereitzustellen. Ein Shortcut ist z.B. „Strg+C“ für das Kopieren. Solche Abkürzungen ermöglichen es bestimmte Aktionen schneller durchzuführen, bereichern die Anwendung und verbessern die Systemqualität.<sup>1, 2</sup>
### 3. Informatives Feedback anbieten ### 3. Informatives Feedback anbieten
Das System sollte für jede Aktion eines Benutzers ein eindeutiges und verständlich dargestelltes Feedback geben. Eine Rückmeldung des Systems ist für einen Benutzer sehr wichtig, um zu erkennen, ob eine bestimmte Aktion auch das gewünschte Ergebnis erbracht hat. Die Art der Rückmeldung kann dabei unterschiedlich ausfallen. Kleine und häufig ausgeführte Aktionen lösen ein bescheidenes Feedback aus. Seltene und kritische Aktionen sollten allerdings eine deutlichere Rückmeldung zurückgeben.<sup>1, 2, 3</sup> Das System sollte für jede Aktion eines Benutzers ein eindeutiges und verständlich dargestelltes Feedback geben. Eine Rückmeldung des Systems ist für einen Benutzer sehr wichtig, um zu erkennen, ob eine bestimmte Aktion auch das gewünschte Ergebnis erbracht hat. Die Art der Rückmeldung kann dabei unterschiedlich ausfallen. Kleine und häufig ausgeführte Aktionen lösen ein kleineres Feedback aus. Seltene und kritische Aktionen sollten allerdings eine deutlichere Rückmeldung hervorrufen.<sup>1, 2, 3</sup>
### 4. Aktionssequenzen/Dialoge abgeschlossen gestalten ### 4. Aktionssequenzen/Dialoge abgeschlossen gestalten
Aktionssequenzen sollten einen Anfang einen Mittelteil und ein Ende beinhalten. Der Benutzer erhält am Ende der Aktionssequenz eine eindeutige Rückmeldung darüber, ob die Aktion abgeschlossen ist. Das Feedback zur Fertigstellung von Aktionen gibt dem Benutzer Zufriedenheit. Andere Abwägungen, die er während des Dialogs getroffen hat, kann er nun vergessen und sich einer neuen Aufgabe widmen. Ein Beispiel hierfür wäre ein Internetshop. Hier hat der Nutzer auch mehrere Aktionen, die er durchführen muss. Er sucht sich das Produkt aus, geht zur Kasse und die Aktion endet mit einer Bestätigung der Zahlung. Die Aktionssequenz ist dann abgeschlossen.<sup>2, 4</sup> Aktionssequenzen sollten einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende beinhalten. Der Benutzer erhält am Ende der Aktionssequenz eine eindeutige Rückmeldung darüber, ob die Aktion abgeschlossen ist. Das Feedback zur Fertigstellung von Aktionen gibt dem Benutzer Zufriedenheit. Andere Abwägungen, die er während des Dialogs getroffen hat, kann er nun vergessen und sich einer neuen Aufgabe widmen. Ein Beispiel hierfür wäre ein Internetshop: Hier hat der Nutzer auch mehrere Aktionen, die er durchführen muss. Er sucht sich das Produkt aus, geht zur Kasse und die Aktion endet mit einer Bestätigung der Zahlung. Die Aktionssequenz ist dann abgeschlossen.<sup>2, 4</sup>
### 5. Einfache Fehlerbehandlung anbieten ### 5. Einfache Fehlerbehandlung anbieten
Im besten Fall sollte das Web-Interface so gestaltet sein, dass es dem Nutzer nicht möglich ist, fehlerhafte Aktionen durchzuführen. Es ist beispielsweise nicht erlaubt, alphabetische Zeichen in ein numerisches Eingabefeld einzugeben. Da aber nicht alle Fehler ausgeschlossen werden können, sollte dem Nutzer eine Möglichkeit gegeben werden, um begangene Fehler schnell und einfach zu korrigieren. Wurde zum Beispiel die Postleitzahl für die Kontaktdaten einer Bestellung falsch eingeben, sollte eine gute Fehlerbehandlung schnell und offensichtlich auf den Fehler aufmerksam machen und dem Benutzer die Möglichkeit bieten, die Postleitzahl zu korrigieren, ohne seine ganzen Adressdaten noch einmal gänzlich eingeben zu müssen.<sup>1, 2, 3</sup> Im besten Fall sollte das Web-Interface so gestaltet sein, dass es dem Nutzer nicht möglich ist, fehlerhafte Aktionen durchzuführen. Es ist beispielsweise nicht erlaubt, alphabetische Zeichen in ein numerisches Eingabefeld einzugeben. Da aber nicht alle Fehler ausgeschlossen werden können, sollte dem Nutzer eine Möglichkeit gegeben werden, begangene Fehler schnell und einfach zu korrigieren. Wurde zum Beispiel die Postleitzahl für die Kontaktdaten einer Bestellung falsch eingeben, sollte eine gute Fehlerbehandlung schnell und offensichtlich auf den Fehler aufmerksam machen und dem Benutzer die Möglichkeit bieten, die Postleitzahl zu korrigieren, ohne seine ganzen Adressdaten noch einmal gänzlich neu eingeben zu müssen.<sup>1, 2, 3</sup>
### 6. Einfaches Umkehren von Aktionen ermöglichen ### 6. Einfaches Umkehren von Aktionen ermöglichen
Dem Nutzer sollten Möglichkeiten zur Verfügung stehen, durchgeführte Aktionen rückgängig zu machen. Dadurch verliert der Benutzer die Angst Fehler zu begehen und es wird die Erforschung unbekannter Funktionen und Anwendungen durch den Nutzer gefördert. In fast jeder Anwendung ist es möglich bestimmte Aktionen rückgängig zu machen. So kann dies ein Text in Word sein oder das Verschieben von Dateien.<sup>1, 2</sup> Dem Nutzer sollten Möglichkeiten zur Verfügung stehen, durchgeführte Aktionen rückgängig zu machen. Dadurch verliert der Benutzer die Angst Fehler zu begehen und es wird die Erforschung unbekannter Funktionen und Anwendungen durch den Nutzer gefördert. In fast jeder Anwendung ist es möglich bestimmte Aktionen rückgängig zu machen. So kann dies die Änderung eines Textes in Word sein oder das Verschieben von Dateien.<sup>1, 2</sup>
### 7. Dem Benutzer das Gefühl der Kontrolle bieten ### 7. Dem Benutzer das Gefühl der Kontrolle bieten
Einem Benutzer sollte immer das Gefühl gegeben werden, dass er die Kontrolle über die Anwendung hat. Dies bedeutet, dass das System auf die Aktion des Nutzers reagiert und nicht umgekehrt. Erfahrene Benutzer wollen zudem keine Überraschungen oder Veränderungen des vertrauten Verhaltens des Systems. So sind Nutzer schnell frustriert und verärgert, falls das System nicht richtig reagiert oder falsche Ergebnisse liefert.<sup>1, 2, 4</sup> Einem Benutzer sollte immer das Gefühl gegeben werden, dass er die Kontrolle über die Anwendung hat. Dies bedeutet, dass das System auf die Aktion des Nutzers reagiert und nicht umgekehrt. Erfahrene Benutzer wollen zudem keine Überraschungen oder Veränderungen des vertrauten Verhaltens des Systems. So sind Nutzer schnell frustriert und verärgert, falls das System nicht richtig reagiert oder falsche Ergebnisse liefert.<sup>1, 2, 4</sup>
### 8. Kurzzeitgedächtnis entlasten ### 8. Kurzzeitgedächtnis entlasten
Das Kurzzeitgedächtnis eines Menschen kann sich nicht so viele Informationseinheiten merken. Ein Designer muss daher die Informationen und Bedienelemente im User-Interface gut strukturiert und einfach darstellen. Die Informationen sollten am besten auf einer Seite darstellbar sein und nicht auf mehreren Seiten und Fenstern. Außerdem benötigt ein Nutzer genug Zeit, um komplexe Aktionen und Zusammenhänge zu erlernen. <sup>1, 2, 4</sup> Das Kurzzeitgedächtnis eines Menschen kann sich nicht beliebig viele Informationseinheiten merken. Ein Designer muss daher die Informationen und Bedienelemente im User-Interface gut strukturiert und einfach darstellen. Die Informationen sollten am besten auf einer Seite darstellbar sein und nicht auf mehreren Seiten und Fenstern. Außerdem benötigt ein Nutzer aisreichend Zeit, um komplexe Aktionen und Zusammenhänge zu erlernen. <sup>1, 2, 4</sup>
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title: "Konventionen und Richtlinien zur Barrierefreiheit" title: "Konventionen und Richtlinien zur Barrierefreiheit"
subtitle: Wie kann Barrierefreiheit umgesetzt werden? subtitle: Wie kann Barrierefreiheit umgesetzt werden?
category: konventionen category: konventionen
author: Lennart Krühsel author: Lennart K.
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Am 5. Mai 1999 veröffentlichte das W3C (World Wide Web Consortium), das Konsortium, das für Standardisierung im Internet zuständig ist, erstmals die Richtlinien für barrierefreies Internet (WCAG) und schaffte damit einen Standard für die Zugänglichkeit von Internetseiten. Neun Jahre später, am 11. Dezember 2009 folgte die überarbeitete Version der Richtlinien, die WCAG 2.0. Am 5. Mai 1999 veröffentlichte das W3C (World Wide Web Consortium), das Konsortium, das für Standardisierung im Internet zuständig ist, erstmals die Richtlinien für barrierefreies Internet (WCAG) und schaffte damit einen Standard für die Zugänglichkeit von Internetseiten. Neun Jahre später, am 11. Dezember 2009 folgte die überarbeitete Version der Richtlinien, die WCAG 2.0.
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#### Regeln zur Erreichung von Barrierefreiheit:<sup>1</sup> ### Regeln zur Erreichung von Barrierefreiheit<sup>1</sup>
Die Richtlinien sind gegliedert in 4 Bereiche, welche mehrere Regeln beinhalten: Die Richtlinien sind gegliedert in 4 Bereiche, die jeweils mehrere Regeln beinhalten:
- Wahrnehmbarkeit - Wahrnehmbarkeit
- Bedienbarkeit - Bedienbarkeit
...@@ -24,16 +24,16 @@ Die Richtlinien sind gegliedert in 4 Bereiche, welche mehrere Regeln beinhalten: ...@@ -24,16 +24,16 @@ Die Richtlinien sind gegliedert in 4 Bereiche, welche mehrere Regeln beinhalten:
Im Folgenden sind die Regeln kurz erläutert: Im Folgenden sind die Regeln kurz erläutert:
#### Richtlinien bezüglich Wahrnehmbarkeit ### Richtlinien bezüglich Wahrnehmbarkeit
+ Nicht textbasierte multimediale Inhalte, wie beispielsweise Bilder sollten ebenfalls textuell, zum Beispiel in Form einer Beschreibung, verfügbar sein. + Nicht textbasierte multimediale Inhalte, wie beispielsweise Bilder, sollten ebenfalls textuell, zum Beispiel in Form einer Beschreibung, verfügbar sein.
+ Für zeitbasierte Medien, wie Ton- und Videoaufnahmen, sollten Alternativen zur Verfügung gestellt werden. + Für zeitbasierte Medien, wie Ton- und Videoaufnahmen, sollten Alternativen zur Verfügung gestellt werden.
+ Inhalte sollten auf verschiedene Weise darstellbar sein, ohne dass Informationen verloren gehen. + Inhalte sollten auf verschiedene Weise darstellbar sein, ohne dass Informationen verloren gehen.
+ Inhalte sollten leicht erkenn und hörbar sein, zum Beispiel muss auf Kontraste geachtet werden und die Schriftgröße anpassbar sein. + Inhalte sollten leicht erkenn- und hörbar sein, zum Beispiel muss auf Kontraste geachtet werden und die Schriftgröße anpassbar sein.
#### Richtlinien bezüglich Bedienbarkeit ### Richtlinien bezüglich Bedienbarkeit
+ Alle Funktionen der Webseite sollten per Tastatur zugänglich sein. + Alle Funktionen der Webseite sollten per Tastatur zugänglich sein.
+ Den Benutzern muss ausreichend Zeit zum Lesen und Benutzen der Inhalte gegeben werden. + Den Benutzern muss ausreichend Zeit zum Lesen und Benutzen der Inhalte gegeben werden.
...@@ -42,7 +42,7 @@ Im Folgenden sind die Regeln kurz erläutert: ...@@ -42,7 +42,7 @@ Im Folgenden sind die Regeln kurz erläutert:
#### Richtlinien bezüglich Verständlichkeit ### Richtlinien bezüglich Verständlichkeit
+ Textinhalte müssen lesbar und verständlich sein. + Textinhalte müssen lesbar und verständlich sein.
+ Webseiten sollten vorhersehbar gestaltet sein. + Webseiten sollten vorhersehbar gestaltet sein.
...@@ -50,13 +50,13 @@ Im Folgenden sind die Regeln kurz erläutert: ...@@ -50,13 +50,13 @@ Im Folgenden sind die Regeln kurz erläutert:
#### Richtlinien bezüglich Robustheit: ### Richtlinien bezüglich Robustheit
+ Es wird empfohlen, die Webseite kompatibel mit Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken, zu gestalten. + Es wird empfohlen, die Webseite kompatibel mit Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken, zu gestalten.
#### Bewertung der Konformität: ### Bewertung der Konformität
Ob eine Seite konform zu den WCAG 2.0 ist, wird anhand von 5 Kriterien entschieden:<sup>2</sup> Ob eine Seite konform zu den WCAG 2.0 ist, wird anhand von 5 Kriterien entschieden:<sup>2</sup>
...@@ -64,7 +64,7 @@ Ob eine Seite konform zu den WCAG 2.0 ist, wird anhand von 5 Kriterien entschied ...@@ -64,7 +64,7 @@ Ob eine Seite konform zu den WCAG 2.0 ist, wird anhand von 5 Kriterien entschied
1. Konformitätsstufe: Es gibt drei Konformitätsstufen: A, AA und AAA. Diese sind abhängig davon, mit welcher Güte die Regeln umgesetzt wurden. 1. Konformitätsstufe: Es gibt drei Konformitätsstufen: A, AA und AAA. Diese sind abhängig davon, mit welcher Güte die Regeln umgesetzt wurden.
2. Die Konformität muss auf der ganzen Seite bestehen. 2. Die Konformität muss auf der ganzen Seite bestehen.
3. Ist eine Webseite Teil einer Folge von Webseiten, die einen Prozess darstellen, so muss die Konformität auf jeder dieser Webseiten gegeben sein. 3. Ist eine Webseite Teil einer Folge von Webseiten, die einen Prozess darstellen, so muss die Konformität auf jeder dieser Webseiten gegeben sein.
4. Informationen und Funktionalitäten, die nicht barrierefrei sind, müssen auch als barrrierefreie Alternative angeboten werden, die auch für Assistenzsysteme verständlich ist. 4. Informationen und Funktionalitäten, die nicht barrierefrei sind, müssen auch als barrrierefreie Alternative angeboten werden, die auch für Assistenzsysteme verständlich sind.
5. Wenn Techniken benutzt werden, die nicht barrierefrei sind, stören diese nicht den Zugriff auf den Rest der Webseite. Wenn ein Benutzer beispielsweise ungewollt ein Video startet, sollte er trotzdem auf den Rest der Seite zugreifen können 5. Wenn Techniken benutzt werden, die nicht barrierefrei sind, stören diese nicht den Zugriff auf den Rest der Webseite. Wenn ein Benutzer beispielsweise ungewollt ein Video startet, sollte er trotzdem auf den Rest der Seite zugreifen können
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title: "Konventionen und Richtlinien zur Usability" title: "Konventionen und Richtlinien zur Usability"
subtitle: Die wichtigsten Regeln für eine benutzerfreundliche Webseite subtitle: Die wichtigsten Regeln für eine benutzerfreundliche Webseite
category: konventionen category: konventionen
author: Lennart Krühsel author: Lennart K.
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Usability spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Besucher auf eine Webseite zu bekommen und diese auch zu halten. Deshalb sind über die Jahre Konventionen und Richtlinien bezüglich der Usability entstanden, deren Umsetzung von den Besuchern eine Webseite erwartet wird. Usability spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Besucher auf eine Webseite zu bekommen und diese auch zu halten. Deshalb sind über die Jahre Konventionen und Richtlinien bezüglich der Usability entstanden, deren Umsetzung von den Besuchern eine Webseite erwartet wird.
...@@ -12,44 +12,40 @@ Usability spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Besucher auf eine Webs ...@@ -12,44 +12,40 @@ Usability spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Besucher auf eine Webs
### Auswahl von Schrift und Design ### Auswahl von Schrift und Design
Die richtige Schrift und das richtige Design, spielen eine große Rolle für die Benutzerfreundlichkeit sowie Barrierefreiheit einer Seite. Das Design sollte so gewählt sein, dass der relevante Inhalt der Webseite im Vordergrund steht. Überschriften sollten auf Webseiten deutlich hervorgehoben werden, zum Beispiel durch größere, unterstrichene oder fettgedruckte Buchstaben, da Überschriften dem Benutzer bei der Navigation helfen. <sup>3</sup> Die richtige Schrift und das richtige Design spielen eine große Rolle für die Benutzerfreundlichkeit sowie Barrierefreiheit einer Seite. Das Design sollte so gewählt sein, dass der relevante Inhalt der Webseite im Vordergrund steht. Überschriften sollten auf Webseiten deutlich hervorgehoben werden, zum Beispiel durch größere, unterstrichene oder fettgedruckte Buchstaben, da Überschriften dem Benutzer bei der Navigation helfen.<sup>3</sup>
Auch die Auswahl der richtigen Farben spielt eine große Rolle, da sie entscheidend für die Lesbarkeit eines Textes sind, deshalb sollte ein Kontrast zwischen Text und Hintergrund sein. Gelbe Schrift auf weißem Hintergrund lässt sich beispielsweise schlecht lesen, dunkelblaue Schrift auf weißem Hintergrund bildet aber einen starken Kontrast und ist deshalb gut erkennbar. Auch die Auswahl der richtigen Farben spielt eine große Rolle, da sie entscheidend für die Lesbarkeit eines Textes sind. Deshalb sollte der Kontrast zwischen Text und Hintergrund hoch sein. Gelbe Schrift auf weißem Hintergrund lässt sich beispielsweise schlecht lesen, dunkelblaue Schrift auf weißem Hintergrund bildet aber einen starken Kontrast und ist deshalb gut erkennbar.
Im Allgemeinen gilt bei dem Design, weniger ist mehr, da eine Reizüberflutung beim Zurechtfinden auf der Seite stört. Im Allgemeinen gilt beim Design, dass weniger mehr ist, da eine Reizüberflutung beim Zurechtfinden auf der Seite stört.<sup>1</sup><sup>,</sup><sup>2</sup>
<sup>1</sup><sup>,</sup><sup>2</sup>
### Ansprüche an die Navigation: ### Ansprüche an die Navigation
Für Benutzer ist es wichtig, sich schnell auf einer Seite zurechtzufinden, da er in der Regel keine Lust hat, sich lange mit der Navigation aufzuhalten. Falls dem Besucher eine Webseite nicht zusagt, kann er sich ganz einfach eine andere Webseite suchen, die ähnliche Inhalte hat. Für Benutzer ist es wichtig, sich schnell auf einer Seite zurechtzufinden, da er in der Regel keine Lust hat, sich lange mit der Navigation aufzuhalten. Falls dem Besucher eine Webseite nicht zusagt, kann er sich leicht eine andere Webseite suchen, die ähnliche Inhalte hat.
Deshalb ist die Navigation von großer Wichtigkeit, auch hier gibt es einige Dinge, die von den Benutzern mehr oder weniger erwartet werden. Wichtig ist, dass dem Besucher jederzeit klar ist, wo er sich auf der Webseite befindet. Zusätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel in der Navigationsleiste die gerade ausgewählte Seite hervorheben oder sog. Breadcrumbs Deshalb ist die Navigation von großer Wichtigkeit, auch hier gibt es einige Dinge, die von den Benutzern mehr oder weniger erwartet werden. Wichtig ist, dass dem Besucher jederzeit klar ist, wo er sich auf der Webseite befindet. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel in der Navigationsleiste die gerade ausgewählte Seite hervorheben oder sog. Breadcrumbs einbinden, die praktisch einen Verlauf der verschachtelten Seiten anzeigen.<sup>4</sup>
einbinden, die praktisch einen Verlauf der verschachtelten Seiten anzeigen.<sup>4</sup>
![breadcrumb](http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~iug15/ew/img/brotkruemel.png "breadcrumb") ![breadcrumb](http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~iug15/ew/img/brotkruemel.png "breadcrumb")
Außerdem sollte der Benutzer von jeder Seite aus die Möglichkeit haben, mit einem Klick sowohl die Kontaktseite, als auch die Startseite zu erreichen, dies sollte unter anderem durch einen Klick auf das Logo möglich sein. Falls Besucher trotz allem Probleme haben, sich zurechtzufinden, wünscht er sich eine Suche, mit der er gewünscht Inhalte finden kann.<sup>2</sup> Außerdem sollte der Benutzer von jeder Seite aus die Möglichkeit haben, mit einem Klick sowohl die Kontaktseite, als auch die Startseite zu erreichen – dies sollte unter anderem durch einen Klick auf das Logo möglich sein. Falls Besucher trotz allem Probleme haben sich zurechtzufinden, wünschen sie sich eine Suche, mit der gewünschte Inhalte gefunden werden können.<sup>2</sup>
Die Kontaktseite sollte eine E-Mail-Adresse, oder sogar ein Kontaktformular enthalten, sowie die Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Ergänzend zur Adresse ist eine Beschreibung der Anfahrt hilfreich, entweder als Text oder Bild.<sup>2</sup> Die Kontaktseite sollte eine E-Mail-Adresse oder ein Kontaktformular enthalten, sowie die Adresse, Telefonnummer und ggf. die Öffnungszeiten. Ergänzend zur Adresse ist eine Beschreibung der Anfahrt hilfreich, entweder als Text oder Bild.<sup>2</sup>
Bei Links ist darauf zu achten, dass diese durch Unterstreichen kenntlich gemacht werden, sowie bereits besuchte Links farbig markiert werden.<sup>3</sup> Bei Links ist darauf zu achten, dass diese durch Unterstreichen kenntlich gemacht werden, sowie bereits besuchte Links farbig markiert werden.<sup>3</sup>
### Konsistenz
### Konsistenz: Das Wort Konsistenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Zusammensetzung oder innere Stimmigkeit. Auf Webseiten übertragen heißt dies, dass Schrift, Navigation, Designelemente etc. nicht zu stark variieren sollten. Dies hat zum einen den Vorteil, dass Besucher sich immer bewusst sind, dass sie sich noch auf der Webseite befinden, zum anderen fällt es so leichter, sich zu orientieren. Zum Beispiel sollte die Navigation auf jeder Seite der Webseite an der gleichen Stelle sein, Texte immer die gleiche Schriftart und -größe haben, sowie die Farben auf der Webseite gleich bleiben.
Bei größeren Webseiten kann es schwer sein, eine Konsistenz zu erhalten – hierbei hilft das Festlegen von Formatvorlagen.<sup>5</sup>
Das Wort Konsistenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Zusammensetzung oder innere Stimmigkeit. Auf Webseiten übertragen heißt das, dass Schrift, Navigation, Designelemente etc. nicht zu stark variieren sollten. Dies hat zum einen den Sinn, dass der Benutzer sich immer bewusst ist, dass er sich noch auf der Webseite befindet, zum anderen fällt es dem Benutzer leichter, sich zu orientieren. Zum Beispiel sollte die Navigation auf jeder Seite einer Webseite an der gleichen Stelle sein, Texte immer die gleiche Schriftart und -größe haben, sowie die Farben auf der Webseite gleich bleiben.
Bei größeren Webseiten kann es schwer sein, eine Konsistenz zu erhalten, dabei hilft das Festlegen von Formatvorlagen. <sup>5</sup>
### Hilfestellungen ### Hilfestellungen
Für den Fall, dass Besucher auf unserer Seite auf Probleme stoßen, bietet es sich an, bestimmte Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen. Zum einen wäre das ein FAQ (Frequently Asked Questions), welches häufig gestellte Fragen beantwortet und bereits einen großen Teil der aufkommenden Fragen oder Probleme löst. Eine weitere Hilfestellung wäre eine Hilfeseite, die die auf der Webseite verfügbaren Funktionen erklärt. Sollten auf der Webseite viele Fremdwörter vorkommen, bietet sich ein Glossar an, in dem die Wörter erklärt werden.<sup>2</sup><sup>,</sup><sup>3</sup> Für den Fall, dass Besucher auf einer Seite auf Probleme stoßen, bietet es sich an, bestimmte Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen. Zum einen wäre das ein FAQ (Frequently Asked Questions), welches häufig gestellte Fragen beantwortet und bereits einen großen Teil der aufkommenden Fragen oder Probleme löst. Eine weitere Hilfestellung wäre eine Hilfeseite, die die auf der Webseite verfügbaren Funktionen erklärt. Sollten auf der Webseite viele Fremdwörter vorkommen, bietet sich ein Glossar an, in dem die Wörter erklärt werden.<sup>2</sup><sup>,</sup><sup>3</sup>
### Weitere Usabilityaspekte ### Weitere Usabilityaspekte
Ein mittlerweile sehr wichtiger Aspekt der Usability bildet die korrekte Darstellung der Webseite auf mobilen Endgeräten. Dazu gibt es verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten. Zum einen kann das „Responsive Design“ angewendet werden, bei dem sich alle Webinhalte an die Größe des Fensters anpassen, was allerdings auch einige Nachteile birgt, wie man unter „Nachteile von Responsive Design“ nachlesen kann. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, eine zweite Seitenversion zu erstellen, die speziell auf mobile Endgeräte zugeschnitten ist. Dabei werden die Besucher auf die mobile-URL umgeleitet, die normalerweise eine der folgenden Formen hat: "http://m.webseite.de" oder "http://mobile.webseite.de". <sup>6</sup> Ein mittlerweile sehr wichtiger Aspekt der Usability bildet die korrekte Darstellung der Webseite auf mobilen Endgeräten. Dazu gibt es verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten. Zum einen kann das „Responsive Design“ angewendet werden, bei dem sich alle Webinhalte an die Größe des Fensters anpassen, was allerdings auch einige Nachteile birgt, wie man unter „Nachteile von Responsive Design“ nachlesen kann. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, eine zweite Seitenversion zu erstellen, die speziell auf mobile Endgeräte zugeschnitten ist. Dabei werden die Besucher auf die mobile URL umgeleitet, die normalerweise eine der folgenden Formen hat: "http://m.webseite.de" oder "http://mobile.webseite.de". <sup>6</sup>
Außerdem wird empfohlen, die Ladezeiten der Webseite möglichst kurz zu halten, da zu lange Ladezeiten die Geduld des Besuchers strapazieren und ihn unnötig Zeit kosten. <sup>3</sup> Außerdem wird empfohlen, die Ladezeiten der Webseite möglichst kurz zu halten, da zu lange Ladezeiten die Geduld des Besuchers strapazieren und ihn unnötig Zeit kosten. <sup>3</sup>
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